Erasmus+ Kooperations- und Studienreise Südkaukasus

Tbilisi (Georgia), sunset © Creative Commons

Zahlreiche neue Hochschulkontakte und vielfältige konkrete Projektvorhaben sind Resultat der Erasmus+ Kooperationsreise nach Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Ausgesprochen erfolgreich für die beteiligten österreichischen Hochschulen verlief die Erasmus+ Studien- und Kooperationsreise nach Aserbaidschan, Georgien und Armenien (12. – 17. Mai 2019). Im Rahmen eines sehr intensiven Arbeitsprogramms gelang es dabei, zahlreiche neue und wertvolle Kontakte mit Hochschuleinrichtungen vor Ort zu knüpfen sowie gemeinsam konkrete Projektvorhaben zu entwickeln. Die österreichischen Teilnehmer/innen konnten sich Kenntnisse über die jeweiligen nationalen Hochschulsysteme und den Umsetzungsgrad von aktuellen Reformen im Hochschulbereich aneignen, die eine gute Basis für die folgenden Kooperationsgespräche boten.

Insgesamt nahmen an der Reise Vertreter/innen von 13 österreichischen Einrichtungen (fünf Universitäten, fünf Fachhochschulen, zwei Pädagogische Hochschulen, eine Privatuniversität) teil. An jeder Destination waren dann zwischen 20 und 25 lokale Hochschuleinrichtungen vertreten, so dass durch die Reise rund 70 Institutionen in den drei Ländern erreicht werden konnten. Im Zuge der Vorbereitung war keine Beschränkung in Hinblick auf Fachrichtungen vorgenommen worden, jedoch erfolgte durch die Nationalagentur gemeinsam mit den Partnern vor Ort vorab ein 'Matching' der Interessen. So konnte von vornherein die fachliche Ausgewogenheit sichergestellt werden. Ergänzt wurde dies durch ein auf der Veranstaltungsseite abrufbares Kompendium der institutionellen Profile aller beteiligten Hochschulen.

Startpunkt der Reise war Baku (Aserbaidschan), wo sich etwa 60 anwesende Hochschulvertreter/innen ganztägig informieren und austauschen konnten. Hervorzuheben ist hier die Unterstützung durch Botschafter Alexander Bayerl, der dem Seminar einen ausführlichen Besuch abstattete und einen Einblick in die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Aserbaidschan Länder gab.

In Tbilisi (Georgien) fungierte die Ilia State University als Gastgeberin der Veranstaltung, auch hier ergaben sich zahlreiche neue Kontakte zwischen georgischen und österreichischen Hochschulen. Österreichs Botschafter Arad Benkö stellte die Aktivitäten der Botschaft sowie der laufenden Tage der Deutschen Sprache in Georgien vor und nahm sich anschließend Zeit, die Teilnehmer/innen beim Rundgang durch die Universität sowie in die Österreich-Bibliothek zu begleiten.

Der armenische Teil des Seminars fand an der Staatlichen Sprachenuniversität Jerewan sowie an der Academy of Fine Arts statt. Auch bei der letzten Station gelang es eine Reihe von wertvollen neuen Kooperationen anzubahnen. OeAD-Lektor Moritz Lenglachner führte die österreichische Gruppe in die liebevoll eingerichtete Österreich-Bibliothek und konnte bei dieser Gelegenheit eine druckfrische Ausgabe des von ihm initiierten „Alpen-Kaukasus Kuriers“ überreichen.

Ergänzend zum dichten Programm fanden Site Visits an allen Standorten statt, teilweise an mehreren Universitäten. Diese Besuche boten den Teilnehmer/innen einen direkten Einblick in Arbeitsalltag und internationale Aktivitäten der jeweiligen Institution. Die Planung der Reise erfolgte in Zusammenarbeit mit den National Erasmus+ Offices vor Ort. In Baku und Jerewan unterstützten auch die dort tätigen OeAD-Lektor/innen tatkräftig bei der Vorbereitung und Umsetzung des Arbeitsprogramms.