Erasmus+ Schulbildung: Strategische Partnerschaften

Zwei Mädchen und ein Bub spielen © OeAD/Gianmaria Gava

Strategische Partnerschaften sind Projekte, bei denen Schulen, Kindergärten oder andere für die (Vor-)Schulbildung relevante Organisationen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Ziel einer Strategischen Partnerschaft ist das voneinander Lernen oder die Unterstützung und Implementierung innovativer Methoden und Materialien für das Lehren und Lernen.

In der Regel sind dafür mindestens drei Projektpartner aus drei Programmländern erforderlich. Wenn es den Projektzielen dient, können sich zusätzlich Einrichtungen aus Partnerländern beteiligen.

Ab der Antragsrunde 2018 bietet das Erasmus+ Programm einen neuen, auf Schulen zugeschnittenen Projekttyp: die School Exchange-Partnerschaften. Im Fokus der School Exchange-Partnerschaften stehen Aktivitäten von Schülerinnen, Schülern und ihren Lehrkräften. In diesem Projekttyp werden Auslandsaufenthalte von Schülerinnen und Schülern an einer Partnerschule gefördert. Für School Exchange-Partnerschaften genügen auch 2 Partnerinstitutionen.

Das Programm Erasmus+ gibt eine Reihe bildungspolitischer Prioritäten vor. Jedes Projekt muss mindestens eine sogenannte horizontale oder eine spezifische Priorität der Schulbildung ansprechen. 
Für Österreich sind darüber hinaus keine nationalen Spezifikationen vorgesehen.

Förderfähig sind beispielsweise Projekte, die ...

  • die Qualität und Effizienz der Schulbildung und der frühkindlichen Bildung verbessern.
  • erproben, wie sich digitale Medien möglichst gewinnbringend im Unterricht nutzen lassen.
  • Schulabbrüche vermeiden, indem sie die Schlüsselkompetenzen fördern.
  • die Chancengleichheit in Schule und Kindergarten fördern.
  • die Kompetenzen von Lehrkräften erhöhen.
  • auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene neue Formen der Zusammenarbeit in der (Vor-) Schulbildung entwickeln und erproben.

Förderfähige Einrichtungen

Erasmus+ fördert Strategische Partnerschaften zwischen allen Einrichtungen, die einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Effizienz in der (vor-)schulischen Bildung leisten. Dazu zählen neben Kindergärten und Schulen beispielsweise auch Hochschulen, Behörden, Vereine oder Kulturinstitutionen.

Förderhöhe

Die Förderhöhe beträgt maximal 150.000 Euro pro Jahr.

Laufzeit

Strategische Partnerschaften im Schulbereich dauern zwischen zwölf und 36 Monate.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Jede in einem Programmland ansässige Einrichtung kann die Förderung einer Strategischen Partnerschaft beantragen. Diese Organisation richtet den Förderantrag an die Nationalagentur ihres Landes. Sie stellt den Antrag stellvertretend für alle ihre Partner. Einzelpersonen können die Förderung einer Strategischen Partnerschaft nicht beantragen.

In Strategischen Partnerschaften sind Auslandsaufenthalte von Schüler/innen und Auslandsaufenthalte von Pädagog/innen und Schulpersonal möglich.

Nationalagentur Erasmus+ Bildung Schulbildung


+43 1 534 08-0
bildung.erasmusplus.at/schulbildung/

Ebendorferstraße 7
1010 Wien

Programmländer

Unter E+ Programmländer werden die 28 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Liechtenstein, die ehem. Jugoslawische Republik Mazedonien sowie die Türkei verstanden.

Partnerländer

Der Begriff Partnerländer bezeichnet alle Staaten außerhalb der Programmländer; je nach Erasmus+ Programmaktion sind unterschiedliche Partnerländer teilnahmeberechtigt.

Ansprechpartner in den Bundesländern