Die Zukunft von Erasmus+ ab 2021

Für das neue europäische Bildungsprogramm Erasmus+ 2021-2027 werden die finalen Vorbereitungen getroffen.

Das erfolgreiche EU-Programm Erasmus+ wird ab 1. Jänner 2021 fortgeführt. Die Europäische Kommission schlägt vor, die finanziellen Mittel für das Nachfolgeprogramm auf rund 28 Mrd. Euro zu verdoppeln.

Grenzüberschreitende Mobilität für Menschen aller Altersgruppen, die Zusammenarbeit im Rahmen europäischer Projekte sowie die Unterstützung politischer Reformen bleiben weiterhin die zentralen Aufgaben von Erasmus+. Dabei soll der Zugang für alle Menschen und Organisationen aus den Bereichen Bildung, Jugend und Sport zum Programm erleichtert werden, insbesondere sollen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder etwa bestehender Mobilitätshindernisse die Möglichkeit zur Teilnahme erhalten.

Die Teilnahme am Programm Erasmus+ wird in allen Bereichen in Form von integriertem Lernen („Blended Learning“) möglich; genauso wird der Wissens- und Kompetenzerwerb mittels eLearning ausgebaut. Unter den aktuellen Bedingungen von COVID-19 leistet das Programm bereits jetzt wichtige Vorbereitungsarbeiten, damit die Teilnahme am Programm auch ohne physische Mobilität und ohne Präsenzlernen möglich bleibt.

Erasmus Hochschulcharta (ECHE)

Voraussetzung für Hochschulen zur Teilnahme am Erasmus+ Programm 2021-2027 ist die Verleihung der Erasmus Hochschulcharta durch die Europäische Kommission. Die Erasmus Hochschulcharta ist das Eintrittsticket zum Programm und legt die grundlegenden Kriterien zur Programmteilnahme fest. Alle Hochschulen waren aufgefordert bis 26. Mai 2020 die Charta zu beantragen. Die Ergebnisse dieses ersten Aufrufs werden für Oktober 2020 erwartet.

Erasmus Going Digital - European Student Card Intitiative

Erasmus+ 2021-2027 soll im Hochschulbereich eine weitreichende Digitalisierung der Programmabwicklung ermöglichen. Um hier digitale Entwicklungen zeitgerecht zum Start des neuen Programms zur Verfügung zu haben, hat die Europäische Kommission bereits verschiedene Projekte unterstützt. Diese einzelnen Projekte wurden nun unter der "European Student Card Initiative" zusammengefasst, deren Umsetzung in der Europäischen Kommission einen hohen Stellenwert besitzt.

Weitere Informationen zur Digitalisierung des Erasmus+ Programms finden Sie hier.

Studierendenmobilität NEU ab 2021

Ab dem Wintersemester 2021/22 ist in Österreich (wie in allen anderen Programmländern) die Abwicklung der gesamten Förderangebote direkt durch die Hochschulen vorgesehen, dazu zählt auch die Mobilität von Studierenden. Dadurch wird den Hochschulen ermöglicht, die im Erasmus+ Programm 2021-2027 vorgesehene Flexibilität in der Mittelverwendung voll zu nutzen. Für Studierende wird die Hochschule zur zentralen Ansprechstelle bei der Durchführung ihres gesamten Erasmus-Aufenthalts.