Erasmus+ Erwachsenenbildung: Strategische Partnerschaften

Mann und Frau mit Erasmus Logo © OeAD/Gianmaria Gava

Strategische Partnerschaften im Rahmen von Erasmus+ Erwachsenenbildung sind Kooperationen von mindestens drei Institutionen aus mindestens drei verschiedenen Programmländern.

Ziel ihrer Zusammenarbeit kann sein, im gegenseitigen Austausch voneinander zu lernen, gemeinsam neue Methoden, Materialien oder Curricula für die Erwachsenenbildung zu entwickeln, zu erproben bzw. in den Ländern zu implementieren.

Abhängig von Art und Umfang des Vorhabens sind zwei Formate möglich:

  • Strategische Partnerschaften zur Förderung von Innovation
  • Strategische Partnerschaften zum Austausch guter Praxis

Derartige Kooperationen sollen dazu beitragen, die Bildungssysteme in Europa besser und effizienter machen. Zur Orientierung dienen die Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum sowie der strategische Rahmen zur allgemeinen und beruflichen Bildung Education and Training 2020.

Strategie Europa 2020

Education and Training 2020

Das Programm Erasmus+ gibt eine Reihe bildungspolitischer Prioritäten vor. Jedes Projekt muss mindest eine sogenannte horizontale oder eine spezifische Priorität der Erwachsenenbildung ansprechen (siehe Programmleitfaden Teil B, Leitaktion II).

Für Österreich sind darüber hinaus keine nationalen Spezifikationen vorgesehen.

Förderfähige Einrichtungen

Erasmus+ fördert Strategische Partnerschaften zwischen allen öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die im Bildungsbereich aktiv sind und einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Effizienz in der Erwachsenenbildung in Europa leisten. Dazu zählen neben Erwachsenenbildungseinrichtungen beispielsweise Unternehmen, Sozialpartner, NGOs, Berufsberatungszentren oder auch Hochschulen, Behörden, Vereine und kulturelle Einrichtungen.

Förderfähig sind beispielsweise Projekte, die ...

  • die Qualität und Effizienz der Erwachsenenbildung in Europa verbessern,
  • bewährte Inhalte, Strukturen und Methoden der Erwachsenenbildung über Grenzen hinweg verbreiten,
  • innovative Konzepte, Methoden und Materialien für die Erwachsenenbildung entwickeln und erproben,
  • transnationale Netzwerke der Erwachsenenbildung knüpfen und stärken oder die Teilhabechancen Benachteiligter in der Erwachsenenbildung erhöhen.

Förderhöhe

Die Förderhöhe beträgt maximal 150.000 Euro pro Jahr.

Laufzeit

Strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung dauern zwischen 12 Monate und drei Jahre.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Jede in einem Programmland ansässige Einrichtung, die im Erwachsenenbildungsbereich tätig ist, kann die Förderung einer Strategischen Partnerschaft beantragen. Die koordinierende Einrichtung richtet den Förderantrag im Namen aller Projektpartner an die Nationalagentur ihres Landes. Als Partner, nicht jedoch Antragsteller, kommen auch Organisationen aus Partnerländern in Betracht, sofern deren Beteiligung einen konkreten Mehrwert für das Projekt bringt. Partnerländer sind grundsätzlich alle Drittstaaten. Zusätzlich können assoziierte Partner beteiligt sein, die keine Fördermittel aus dem Projekt erhalten. Sie können etwa die Projektergebnisse verbreiten helfen und zur nachhaltigen Wirkung beitragen.

Einzelpersonen können die Förderung einer Strategischen Partnerschaft nicht beantragen.

Nationalagentur Erasmus+ Bildung Erwachsenenbildung


+43 1 534 08-0
bildung.erasmusplus.at/Erwachsenenbildung/

Ebendorferstraße 7
1010 Wien

Programmländer

Unter E+ Programmländer werden die 28 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Liechtenstein, die ehem. Jugoslawische Republik Mazedonien sowie die Türkei verstanden.

Partnerländer

Der Begriff Partnerländer bezeichnet alle Staaten außerhalb der Programmländer; je nach Erasmus+ Programmaktion sind unterschiedliche Partnerländer teilnahmeberechtigt.