2. Nationale ECVET Konferenz

Die 2. Nationale ECVET Konferenz fand am 16. November 2015 im MODUL in Wien statt. Die von der Nationalagentur Lebenslanges Lernen (OeAD GmbH) und dem Bundesministerium für Bildung und Frauen organisierte Veranstaltung stand unter dem Thema "Internationalisierungsstrategien von Berufsbildungseinrichtungen".

Seitens des BMBF wurde eine Bestandsaufnahme der Umsetzung von ECVET in Österreich anhand von sechs Teilstrategien der erstmals 2013 vorgestellten österreichischen ECVET-Strategie präsentiert. Dabei wurde die Rolle von ECVET als „Bottom‐up Bindemittel zwischen den nationalen Initiativen der Internationalisierung im Bildungssystem, wie etwa QIBB, EQF, Validierung oder Bologna Prozess…“ hervorgehoben. ECVET leiste überdies einen wesentlichen Beitrag zur aktuellen Entwicklung der Kompetenzorientierung und verstärkten Qualitätssicherung im berufsbildenden Schulwesen und eigne sich auch gut als Unterstützungsinstrument bei der Darstellung insbesondere der beruflichen Erwachsenenbildung im NQR.

Eine Vertreterin der deutschen Nationalagentur untersuchte den möglichen Beitrag europäischer Instrumente für eine attraktive und qualitätsgesicherte Berufsbildung. Den Bildungsakteuren empfahl sie, die europäischen Instrumente zu nutzen und an die konkreten praktischen Anforderungen anzupassen.

Eine Podiumsdiskussion brachte Sichtweisen von Vertreter/innen aus der Berufsbildung, der Sozialpartner und der Wirtschaft sowie der deutschen Nationalagentur dazu, was gelungene Internationalisierungsstrategien von Berufsbildungseinrichtungen kennzeichnet und was europäische Transparenzinstrumente bzw. Mobilitätsprojekte hier beitragen können.

Parallele Workshops widmeten sich unter anderem der gemeinsamen Lernergebnisorientierung der Transparenzinstrumente NQR und ECVET. Praktiker/innen aus der Berufsbildung berichteten von erfolgreichen Internationalisierungsstrategien und erläuterten, wie ECVET bei Mobilitätsaufenthalten dazu beitragen kann, dass sich die Erwartungen aller Beteiligten mit den tatsächlichen Erfahrungen und erworbenen Lernergebnissen decken. Vorgestellt wurde auch ein laufendes Projekt, das die Möglichkeiten untersucht, Memoranda of Understanding für Anerkennungskooperationen zwischen BHS und Hochschulen zu nutzen.